
Willkommen
in der Welt der mallorquinischen Küche
Leckere Rezepte aus Mallorca und Spanien
Auf dieser Seite finden Sie eine Sammlung köstlicher Rezepte aus Spanien und Mallorca, die leicht nachzukochen sind. Jedes Rezept wird mit frischen Zutaten und traditionellen Zubereitungsmethoden vorgestellt, damit Sie die mediterrane Kochkunst zu Hause genießen können. Lassen Sie sich von den Aromen und Geschmäckern des Südens inspirieren!
Gazpacho
Gazpacho ist eine kalte Suppe aus rohem Gemüse, die ihren Ursprung in Andalusien, Südspanien, hat. Sie gilt als klassisches Sommergericht, weil sie erfrischend, leicht und voller Vitamine ist.
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
1 kg reife Tomaten
1 rote Paprika
1 kleine grüne Paprika
½ Salatgurke (ca. 150 g)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
3 Scheiben Toastbrot (entrindet, in Wasser eingeweicht)
4 EL Olivenöl
3 EL Rotweinessig
1 TL Gemüsebrühe (instant)
Salz, Pfeffer, Prise Zucker
Einige Spritzer Zitronensaft
½ Bund Basilikum
🧄 Ursprung und Geschichte
Die Gazpacho geht auf eine alte römische bzw. maurische Tradition zurück: eine einfache Suppe aus Brot, Knoblauch, Olivenöl, Essig, Salz und Wasser. Erst nach der Entdeckung Amerikas kamen Tomaten und Paprika nach Europa – und machten die Gazpacho zu dem roten Klassiker, den man heute kennt.

🍳 Zubereitung
1. Vorbereitung:
Tomaten kreuzweise einritzen, kurz in kochendes Wasser tauchen, abschrecken und häuten. Halbieren, Strunk entfernen.
2. Pürieren:
Rote Paprika putzen und würfeln, Knoblauch schälen. Brot ausdrücken. 150 g Tomaten und 1 EL Paprikawürfel beiseitelegen. Rest mit Brot und Knoblauch fein pürieren.
3. Abschmecken:
Brühe in etwas heißem Wasser auflösen, mit Olivenöl und Essig unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. 4 Stunden (oder über Nacht) kaltstellen.
5. Einlage:
Zwiebeln, grüne Paprika und Gurke fein würfeln. Übrige Tomaten ebenfalls würfeln. Suppe mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken
6. Servieren:
Basilikum fein schneiden, Suppe anrichten, mit Gemüsewürfeln und Basilikum bestreuen, mit etwas Olivenöl beträufeln..
🌿 Tipp
Für mehr Tiefe kannst du etwas geräuchertes Paprikapulver oder Sherryessig verwenden. Dazu passen knusprige Croûtons oder geröstetes Ciabatta.
Arroz a la Llauna
Arroz a la Llauna stammt aus Katalonien, genauer aus den Provinzen Barcelona, Girona und Lleida. Der Name „llauna“ bedeutet auf Katalanisch „Blech“ oder „Metallform“ – und beschreibt das typische Kochgefäß, in dem der Reis im Ofen gegart wird.
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
300 g Arroz bomba (oder Rundkornreis)
12 große Gambas (mit Kopf, für mehr Geschmack)
250 g Sepia oder Tintenfisch, gewürfelt
1 große Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen**, fein gehackt
½ rote und ½ grüne Paprika, gewürfelt
2 reife Tomaten, gerieben oder fein gehackt
1 TL Paprikapulver (de la Vera)
1 Prise Safran oder ½ TL Kurkuma
100 ml Weißwein
750 ml Fischfond (am besten selbst gekocht aus Garnelenköpfen)
Olivenöl extra vergine, Salz, Pfeffer
Optional: etwas Pulpa de Ñora (getrocknete Paprikapaste) für Tiefe
Herkunft und Geschichte
Volksgericht aus dem 19. Jahrhundert: Ursprünglich wurde Arroz a la Llauna in einfachen Haushalten und Klosterküchen zubereitet, wo man mit wenigen Mitteln viele Menschen satt machen musste.

🍳 Zubereitung
1. Fischfond vorbereiten:
Köpfe und Schalen der Gambas in etwas Öl anrösten, mit Wasser, Zwiebel, Knoblauch und Tomate 20 Minuten köcheln, abseihen.
2. Sofrito:
In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch langsam goldbraun braten. Paprika und Tomaten hinzufügen, 20–30 Minuten einkochen, bis eine dichte, süßliche Basis entsteht.
3. Meeresfrüchte anbraten:
Sepia und Gambas kurz scharf anbraten, herausnehmen und beiseitelegen.
4. Reis hinzufügen:
Reis in die Pfanne geben, 1 Minute glasig rösten („nacarar“). Paprikapulver und Safran einrühren, mit Weißwein ablöschen.
5. Flüssigkeit zugeben:
Fischfond und den Saft der Gambas hinzufügen. 9 Minuten leicht köcheln lassen, ohne zu rühren.
6. In der Llauna vollenden:
Alles in eine flache Metallform („llauna“) geben, Gambas darauflegen und im Ofen bei 180 °C weitere 9 Minuten garen.
7. Kruste erzeugen:
Zum Schluss 3 Minuten bei 240 °C mit Grillfunktion, bis sich eine leicht gebräunte, aromatische Kruste bildet.
8. Ruhen lassen:
Aus dem Ofen nehmen, mit einem Tuch abdecken und 5 Minuten ruhen lassen – dadurch wird der Reis perfekt körnig.
🌿 Serviervorschlag
Mit Zitronenspalten, gehackter Petersilie und einem Glas Weißwein aus der Region (z. B. Verdejo oder Albariño).
Albondigas in fruchtiger Tomatensalsa
Hier ist ein klassisches Rezept für Albondigas in fruchtiger Tomatensalsa, perfekt für deinen Tapas-Abend
Wissenswertes: Der Begriff stammt aus dem Arabischen:
Ursprünglich: al-bunduqa (ٱلْبُنْدُقَة) Bedeutung: „die kleine Kugel“ oder „Haselnuss“ – also etwas Rundes
Über die maurische Präsenz auf der Iberischen Halbinsel gelangte das Wort ins Spanische und wurde zu: al-bóndiga → später albóndiga Bedeutung: „Fleischbällchen“
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
Für die Fleischbällchen:
500 g gemischtes Hackfleisch (Rind/Schwein)
1 Ei
2 Knoblauchzehen (fein gehackt)
2 Scheiben Weißbrot
1 EL gehackte Petersilie
20 g Pinienkerne (geröstet)
Salz, Pfeffer
Mehl zum Wälzen
Olivenöl zum Braten
Für die Tomatensalsa:
1 Zwiebel (fein gewürfelt)
2 Knoblauchzehen (in Scheiben)
1 rote Paprika (gewürfelt)
500 g gehackte Tomaten (Dose oder Glas)
70 ml trockener Weißwein oder Gemüsebrühe
½ TL Zucker
½ TL geräuchertes Paprikapulver (Pimentón de la Vera)
2 Lorbeerblätter
1 kleine getrocknete Chilischote
Salz, Pfeffer
Frische Kräuter nach Geschmack

🍳 Zubereitung
1. Fleischbällchen vorbereiten:
Weißbrot in Milch einweichen, ausdrücken und mit Hackfleisch, Ei, Knoblauch, Petersilie und Pinienkernen vermengen.
Mit Salz und Pfeffer würzen, kleine Bällchen formen und leicht in Mehl wälzen.
2. Bällchen anbraten:
In Olivenöl rundherum goldbraun anbraten, herausnehmen und beiseitestellen.
3. Tomatensalsa kochen:
Zwiebeln, Knoblauch und Paprika in Olivenöl anschwitzen.
Zucker zugeben und leicht karamellisieren lassen.
Mit Weißwein ablöschen, Tomaten hinzufügen, würzen und ca. 10–15 Minuten köcheln lassen.
4. Finalisieren:
Die angebratenen Albondigas in die Sauce geben und weitere 10–15 Minuten bei mittlerer Hitze ziehen lassen.
Serviervorschlag: Mit frischem Weißbrot und Aioli servieren – perfekt zum Dippen!
Albondigas in würziger Zwiebelsalsa
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
500 g Hackfleisch (Rind/Schwein gemischt)
1 Ei
2 Scheiben Weißbrot
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
1 TL Paprikapulver süß
1 EL gehackte Petersilie
Salz & Pfeffer
2–3 große Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten
150 ml Weißwein oder Brühe
300 ml Geflügel- oder Gemüsefond
1 TL Mehl (zum Binden)
Olivenöl zum Braten

🍳 Zubereitung
1. Fleischbällchen vorbereiten
Hackfleisch mit Ei, Paniermehl, Knoblauch, gewürfelter Zwiebel, Paprika, Petersilie, Salz und Pfeffer gut vermengen. Kleine Bällchen formen.
2. Anbraten
Die Albondigas in Olivenöl rundherum kräftig anbraten, bis sie Farbe bekommen. Herausnehmen und beiseitestellen.
3. Zwiebelsauce ansetzen
Zwiebelstreifen im gleichen Topf langsam goldgelb schmoren. Mehl einrühren, kurz anschwitzen und mit Weißwein ablöschen.
4. Sauce köcheln
Fond zugießen, gut verrühren und 5–10 Minuten einkochen lassen, bis die Sauce leicht bindet.
5. Albondigas garen
Fleischbällchen zurück in die Sauce geben und zugedeckt 15–20 Minuten sanft schmoren lassen.
6. Abschmecken & Servieren
Mit Salz, Pfeffer und etwas Petersilie abschmecken. Perfekt zu Kartoffeln, Reis oder frischem Weißbrot.
Pinchos Morunos
Rezept für Pinchos Morunos
Die würzigen, maurisch inspirierten Fleischspieße, die in Spanien zu den beliebtesten Tapas gehören
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
600 g Schweinenacken oder Schweinefilet, in 2–3 cm Würfel geschnitten
3 EL Olivenöl
2 TL edelsüßes Paprikapulver
1 TL geräuchertes Paprikapulver (Pimentón de la Vera)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 TL Salz
½ TL schwarzer Pfeffer
1–2 EL Zitronensaft
optional Chiliflocken für Schärfe
8–10 Holzspieße (vorher 10 Min. wässern)

🍳 Zubereitung
1. Marinade anrühren
Olivenöl, Paprikapulver, Pimentón, Kreuzkümmel, Koriander, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und optional Chili in einer Schüssel verrühren.
2. Fleisch marinieren
Fleischwürfel in die Marinade geben, gründlich vermengen und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen.
3. Spieße vorbereiten
Mariniertes Fleisch dicht auf die gewässerten Holzspieße stecken.
4. Grillen oder braten
Spieße auf dem Grill oder in einer heißen Grillpfanne 10–12 Minuten rundum kräftig anbraten, bis sie goldbraun und saftig sind.
5. Servieren
Mit Zitronenspalten, Brot und optional Mojo Picón* servieren.
🌶️ Was genau ist Mojo Picón?
Mojo Picón ist eine der berühmtesten Saucen der Kanarischen Inseln – kräftig, würzig und mit einer angenehmen Schärfe. Sie gehört dort zu fast jedem Gericht wie Aioli in Spanien oder Chimichurri in Argentinien.
Patatas Bravas
Der Klassiker unter den Tapas – knusprig, würzig, unverwechselbar spanisch
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
600 g festkochende Kartoffeln
3 EL Olivenöl
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
1 Prise Chiliflocken
1 TL Salz
Für die Salsa Brava
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
1/2 TL Zucker
200 ml passierte Tomaten
1 EL Weißweinessig
1 Prise Cayenne oder Chili

🍳 Zubereitung
1. Kartoffeln vorbereiten
Kartoffeln schälen (optional), in Würfel schneiden und 10 Minuten in kaltem Wasser einlegen, damit sie später extra knusprig werden.
2. Kartoffeln braten
Gut abtrocknen, mit Olivenöl, Paprika, Chili und Salz mischen und in der Pfanne oder Heißluftfritteuse goldbraun braten.
3. Salsa Brava ansetzen
Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen. Paprikapulver und Zucker zugeben und kurz karamellisieren lassen.
4. Sauce kochen
Mit Tomaten und Essig ablöschen, Chili hinzufügen und 10–15 Minuten einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
5. Servieren
Kartoffeln auf einer Platte anrichten und großzügig mit Salsa Brava übergießen. Optional Aioli dazu reichen.
Patatas Bravas
Der Name bedeutet wörtlich „mutige“ oder „scharfe Kartoffeln“, weil die Sauce traditionell ordentlich Würze hat.
Gambas al Ajillo
Spanische Knoblauchgarnelen
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
400–500 g rohe Garnelen, geschält (Schwanz optional dranlassen)
4–6 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
1 rote Chilischote oder ½ TL Chiliflocken
100–150 ml Olivenöl, hochwertig
1 TL Paprikapulver (mild oder geräuchert)
1–2 EL Zitronensaft
1 Handvoll frische Petersilie, gehackt
Meersalz & schwarzer Pfeffer

🍳 Zubereitung
1. Garnelen vorbereiten
Garnelen kalt abspülen, trocken tupfen und ggf. entdarmen. Je trockener, desto besser braten sie später.
2. Knoblauch & Chili anrösten
Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Knoblauch und Chili 1–2 Minuten darin anrösten, bis der Knoblauch goldgelb duftet – nicht dunkel werden lassen.
3. Garnelen braten
Garnelen in die Pfanne geben, Paprikapulver hinzufügen und alles gut vermengen. 2–3 Minuten braten, bis sie rosa und leicht fest werden.
4. Aromatisches Finish
Mit Zitronensaft ablöschen, salzen, pfeffern und Petersilie unterheben. Kurz durchschwenken.
5. Servieren
Sofort in kleinen Schälchen servieren – ideal mit frischem Baguette oder Ciabatta zum Dippen.
Pa amb oli
Mallorquinischer Brotklassiker
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
4–6 Scheiben gutes mallorquinisches Brot (Pa moreno) oder rustikales Bauernbrot
2–3 reife Ramallet‑Tomaten (alternativ aromatische Strauchtomaten)
1–2 Zehen Knoblauch
nach Geschmack Olivenöl virgen extra (Mallorca, ideal: Arbequina oder Picual)
etwas Meersalz oder Flor de Sal
optional Beilagen: Jamón Serrano, Mahón‑Käse, Oliven, Peperoni, Sobrasada

🍳 Zubereitung
1. Brot vorbereiten
Brot in dicken Scheiben schneiden. Klassisch wird es nicht getoastet, aber leicht angeröstet schmeckt es ebenfalls hervorragend.
2. Knoblauch reiben
Die Schnittfläche einer geschälten Knoblauchzehe über das Brot reiben, sodass nur ein Hauch Aroma entsteht.
3. Tomate zerreiben
Die Tomate halbieren und mit der Schnittfläche direkt auf das Brot reiben, bis das Fruchtfleisch im Brot steckt.
4. Öl & Salz
Großzügig mit Olivenöl virgen extra beträufeln und mit etwas Meersalz bestreuen.
5. Belegen oder pur genießen
Pur ist es der Klassiker. Alternativ mit Jamón Serrano, Käse, Oliven oder Sobrasada ergänzen.
Erste schriftliche Erwähnungen
Bereits im 19. Jahrhundert taucht Pa amb oli in mallorquinischen Haushaltsbüchern und Erzählungen auf.
Coca Mallorquina mit Venusmuscheln
Ein bäuerliches Gericht, das aus einfachen Zutaten entstand
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
300 g Mehl (Typ 550)
100 ml Olivenöl (mild, mallorquinisch)
100 ml Wasser, lauwarm
1 TL Salz
1 TL Paprikapulver süß (Pimentón)
2 rote Paprika, gewürfelt
2 grüne Paprika, gewürfelt
2 große Tomaten, fein gewürfelt
1 Zwiebel, fein gehackt
400–500 g Venusmuscheln (almejas), gut gewaschen
2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
50 ml Weißwein
etwas Petersilie, gehackt
nach Geschmack Salz & Pfeffer
etwas Olivenöl zum Beträufeln

🍳 Zubereitung
1. Teig vorbereiten
Mehl, Salz und Paprikapulver mischen. Olivenöl und lauwarmes Wasser zugeben und zu einem glatten, leicht öligen Teig kneten. 10 Minuten ruhen lassen.
2. Gemüse-Trampó herstellen
Paprika, Tomaten und Zwiebel mischen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl würzen. 10 Minuten ziehen lassen.
3. Muscheln öffnen
In einer Pfanne Olivenöl erhitzen, Knoblauch kurz anschwitzen, Muscheln zugeben, mit Weißwein ablöschen und zugedeckt 2–3 Minuten kochen, bis sie sich öffnen. Geschlossene Muscheln entsorgen. Muschelfleisch auslösen (einige ganze Muscheln für die Optik aufbewahren).
4. Coca formen
Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig dünn (ca. 3–4 mm) auf ein Blech drücken oder ausrollen.
5. Belegen
Trampó-Gemüse gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Muschelfleisch darüberstreuen und einige Muscheln in der Schale dekorativ platzieren.
6. Backen
25–30 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und knusprig ist.
7. Finalisieren
Mit Petersilie bestreuen und mit einem Faden Olivenöl beträufeln. Warm oder lauwarm servieren.
Bekannte Varianten
Coca de Trampó – Tomate, grüne Paprika, Zwiebel
Coca d’espinacs – Spinat
Coca amb pebres – rote Paprika & Knoblauch
Coca amb sobrassada – mit mallorquinischer Sobrassada
Tortilla Española
Spanisches Omelett aus Eiern, Kartoffeln und meist auch Zwiebeln
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
600 g festkochende Kartoffeln
1 große Zwiebel (optional, aber traditionell)
6 Eier
ca. 150 ml Olivenöl (zum Braten)
nach Geschmack Salz

🍳 Zubereitung
1. Kartoffeln vorbereiten
Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel in feine Streifen schneiden.
2. Sanft braten
Kartoffeln und Zwiebeln in reichlich Olivenöl bei mittlerer Hitze 15–20 Min. langsam weich schmoren, nicht knusprig braten. Leicht salzen.
3. Abtropfen
Kartoffeln aus dem Öl heben und gut abtropfen lassen. Öl aufbewahren.
4. Eier verquirlen
Eier in einer Schüssel mit Salz (und optional Pfeffer) verquirlen. Kartoffeln und Zwiebeln unterheben und 5 Min. ziehen lassen.
5. Tortilla formen
Etwas vom aromatischen Öl in eine kleine Pfanne (20–24 cm) geben. Die Masse hineingießen und bei mittlerer Hitze stocken lassen.
6. Wenden
Wenn der Rand fest wird, die Tortilla mit einem Teller stürzen und zurück in die Pfanne gleiten lassen. Weitere 3–5 Min. braten.
7. Servieren
Warm, lauwarm oder kalt genießen – klassisch in Tortenstücke geschnitten.
Kleine Herkunftsnotiz
Die genaue Herkunft ist nicht eindeutig belegt. Dokumentiert ist sie bereits im 17. Jahrhundert; eine bekannte Legende schreibt ihre Erfindung einer Bäuerin aus Navarra im 19. Jahrhundert zu.
Brocheta de Gamba
Mallorquinischer Garnelenspieß
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
16 große Garnelen (roh, geschält, mit Schwanz)
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 TL Paprikapulver (de la Vera, mild oder geräuchert)
1 TL Zitronenabrieb
2 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl extra vergine
Salz, schwarzer Pfeffer
Optional: etwas Chili oder Pulpa de Ñora für Tiefe
Holzspieße (10 Minuten gewässert)
Herkunft
Die Brocheta de gamba stammt aus den Küstenregionen Spaniens, besonders aus Mallorca, Valencia, Andalusien und dem Baskenland. Sie ist ein klassisches Gericht der Tapas‑Kultur, bei dem die Qualität der Meeresfrüchte im Mittelpunkt steht.

🍳 Zubereitung
1. Marinade anrühren:
Olivenöl, Knoblauch, Paprikapulver, Zitronenabrieb, Zitronensaft, Salz und Pfeffer in einer Schüssel verrühren.
2. Garnelen marinieren:
Garnelen darin wenden und 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
3. Spieße vorbereiten:
Je 4 Garnelen auf einen Holzspieß stecken.
4. Grillen oder braten:
Auf dem Grill oder in einer heißen Grillpfanne 2–3 Minuten pro Seite garen, bis sie goldorange sind.
5. Servieren:
Mit gehackter Petersilie, Zitronenspalten und etwas Meersalz bestreuen.
Tipp:
Dazu passen Aioli, ein Glas Weißwein (z. B. Albariño) und geröstetes Brot mit Olivenöl.
Spaghetti mit Gambas & Cherrytomaten
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
200 g Spaghetti
200–250 g Gambas, geschält & entdarmt
200 g Cherrytomaten, halbiert
2–3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 kleine Chili (optional), fein geschnitten
4 EL Olivenöl
1 Schuss Weißwein oder Zitronensaft
etwas frische Petersilie oder Basilikum
nach Geschmack Salz & Pfeffer

🍳 Zubereitung
1. Pasta kochen
Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen.
2. Gambas anbraten
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Gambas 1–2 Minuten pro Seite kräftig anbraten, bis sie rosa sind. Herausnehmen.
3. Aromen anrösten
Knoblauch und Chili im gleichen Öl kurz anschwitzen, ohne dass der Knoblauch dunkel wird.
4. Tomaten dazugeben
Cherrytomaten hinzufügen und 2–3 Minuten schmoren, bis sie leicht aufplatzen.
5. Ablöschen
Mit einem Schuss Weißwein oder Zitronensaft ablöschen und kurz einkochen lassen.
6. Alles verbinden
Gambas zurück in die Pfanne geben, Spaghetti direkt aus dem Topf dazugeben und gut vermengen.
7. Abschmecken
Mit Salz, Pfeffer und frischen Kräutern abschmecken.
Spanischer Tapasteller
Tapas sind ein traditioneller Bestandteil der spanischen Esskultur und gelten heute als Symbol der spanischen Gastronomie
🧆 Zubereitung & Zutaten für ca. 4 Portionen
1. Chorizo al vino
Zutaten: Chorizo, Rotwein, Knoblauch
Zubereitung: Chorizo in Scheiben schneiden, in der Pfanne anrösten, Knoblauch dazu, mit Rotwein ablöschen und 10 Minuten einkochen lassen.
2. Albóndigas (spanische Fleischbällchen)
Zubereitung: Bällchen formen, anbraten, in Tomatensauce 20 Minuten schmoren.
Zutaten: Hackfleisch, Knoblauch, Petersilie, Ei, Semmelbrösel, Salz, Pfeffer; Tomatensauce
3. Pa amb oli
Zubereitung: Brot rösten, Tomate darauf reiben, mit gutem Olivenöl (z. B. Oliric) beträufeln, salzen.
Zutaten: Mallorquinisches Brot, Tomate, Olivenöl, Salz
4. Patatas Bravas
Zubereitung: Kartoffeln würfeln, knusprig frittieren oder rösten. Mit Bravas-Sauce und Aioli servieren.
Zutaten: Kartoffeln, Öl; Bravas-Sauce (Tomate, Paprika, Chili) + Aioli
5. Oliven
Einfach servieren: Am besten mallorquinische Oliven trencades oder verdes aliñadas
6. Manchego Käse
Servieren: In Dreiecke schneiden, etwas Olivenöl und Paprika darüber – typisch spanisch.
7. Pimientos de Padrón
Zubereitung: In Olivenöl braten, bis sie Blasen werfen. Grobes Meersalz darüber.
8. Serrano Schinken
Servieren: Raumtemperatur, dünn geschnitten. Optional mit etwas Brot oder Melone.
Servieren: Raumtemperatur, dünn geschnitten. Optional mit etwas Brot oder Melone.
9. Gambas al Ajillo
Zutaten: Garnelen, Knoblauch, Chili, Olivenöl, Petersilie
Zubereitung: Öl erhitzen, Knoblauch & Chili kurz anrösten, Garnelen 2–3 Minuten darin garen, Petersilie dazu.

🧺 So richtest du den Tapasteller perfekt an
Große Platte oder Holzbrett
Warme Tapas (Gambas, Albóndigas, Chorizo, Pimientos) in kleinen Tonschälchen
Kalte Tapas (Oliven, Käse, Serrano, Pa amb oli) drumherum
Etwas Zitronenspalten, Petersilie, Olivenöl als Finish
Wie Tapas entstanden sein sollen – eine von mehreren Legenden
Der „Deckel“ (spanisch tapa) Getränke wurden früher mit einem Stück Brot oder Schinken abgedeckt, um Fliegen oder Staub fernzuhalten. Daraus entwickelte sich die Idee, kleine Snacks auf diesem „Deckel“ zu servieren.
Thunfischsteak mit Salsa Verde
🧆 Zutaten für ca. 2 Portionen
2 Stück Thunfischsteaks (je 150–200 g)
2 EL Olivenöl
1 Zitrone (Abrieb + Saft)
Salz & Pfeffer nach Geschmack
1 Bund Petersilie (glatt)
1 Handvoll Basilikum oder Koriander (optional)
1 EL Kapern
1–2 Knoblauchzehen
4–5 EL Olivenöl (für die Salsa Verde)
1 TL Weißweinessig oder Zitronensaft
1 Prise Meersalz

🍳 Zubereitung
1. Salsa Verde vorbereiten
Petersilie, optional Basilikum/Koriander, Kapern und Knoblauch fein hacken. Mit Olivenöl, Zitronensaft/Essig und Salz zu einer grünen, leicht flüssigen Sauce verrühren.
2. Thunfisch vorbereiten
Steaks trocken tupfen, mit Olivenöl einreiben und mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronenabrieb würzen.
3. Anbraten
Pfanne stark erhitzen. Thunfischsteaks je Seite 2–3 Minuten braten (medium-rare) oder länger, wenn du sie durch magst.
4. Servieren
Steaks kurz ruhen lassen, dann mit reichlich Salsa Verde beträufeln. Optional mit Zitronenspalten servieren.
Muslos de Pollo a la Miel
Andalusische Honig-Hähnchenpfanne
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
1,2 kg Hähnchenteile (Keulen oder Oberkeulen)
3 EL Honig (mild, z. B. Orangenblütenhonig)
2 Zwiebeln, in Streifen
4 Knoblauchzehen, fein gehackt
100 ml Weißwein oder Hühnerfond
2 EL geröstete Mandelscheiben
1 EL Weißweinessig
1 Prise Safran oder ½ TL Kurkuma
1 TL Paprikapulver süß
1 Lorbeerblatt
2–3 EL Olivenöl
nach Geschmack Salz & schwarzer Pfeffer
🕌 Spanisch‑
maurischer Ursprung
Die in Spanien bekannte Version “Muslos de Pollo a la Miel” gilt als Tapas-Gericht mit maurischem Einfluss.

🍳 Zubereitung
1. Anbraten
Hähnchenteile salzen, pfeffern und in Olivenöl rundum kräftig anbraten, bis sie goldbraun sind.
2. Aromabasis
Zwiebeln und Knoblauch zugeben und glasig schmoren. Paprika, Safran/Kurkuma und Lorbeer einrühren.
3. Ablöschen
Mit Weißwein oder Fond ablöschen, Essig zugeben und kurz einkochen lassen.
4. Honigglasur
Honig einrühren, Hitze reduzieren und alles 25–30 Minuten sanft schmoren, bis das Hähnchen zart ist und die Sauce sirupartig glänzt.
5. Abschmecken
Mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas zusätzlichem Honig oder Essig balancieren.
Berenjenas rellenas de Pollo
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🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
2 große Auberginen
300 g Hähnchenbrustfilet
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 rote Paprika
2 Tomaten oder 200 g passierte Tomaten
50 ml Weißwein
50 g geriebener Käse (z. B. Mahón oder Manchego)
3 EL Olivenöl extra vergine
Salz, Pfeffer, Paprikapulver (edelsüß)
Optional: etwas Thymian oder Oregano
Ursprung
Der Ursprung der berenjenas rellenas de pollo liegt in der traditionellen spanischen Küche, besonders im Mittelmeerraum — mit starken Wurzeln auf Mallorca und in Andalusien.

🍳 Zubereitung
1. Auberginen vorbereiten
Auberginen längs halbieren, das Fruchtfleisch mit einem Messer kreuzweise einschneiden und mit etwas Olivenöl beträufeln. Im Ofen bei 180 °C ca. 20 Minuten vorgaren, bis sie weich sind.
2. Füllung ansetzen
Hähnchenbrust fein würfeln. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Paprika anschwitzen. Hähnchen dazugeben und goldbraun braten.
3. Tomaten und Gewürze hinzufügen
Tomaten oder passierte Tomaten und Weißwein einrühren. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt.
4. Auberginen füllen
weiche Fruchtfleisch vorsichtig herauslösen, fein hacken und unter die Hähnchenmischung rühren. Die Masse in die Auberginenhälften füllen, mit Käse bestreuen.
5. Überbacken
Im Ofen bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 15 Minuten gratinieren, bis der Käse goldbraun ist.
6. Servieren
Mit frischer Petersilie bestreuen und mit einem Glas Weißwein oder einem mallorquinischen Rosé servieren.
Herkunft und Geschichte
Die Kombination aus Aubergine, Tomate, Olivenöl und Käse spiegelt die Essenz der mediterranen Ernährung wider: einfach, gesund und voller Geschmack. In vielen mallorquinischen Familienrezepten wird das Hähnchen mit Weißwein und Kräutern verfeinert, manchmal auch mit einem Hauch Mahón-Käse überbacken – eine typische Inselnote.
Pollo al Chilindrón
Die Bezeichnung chilindrón bezieht sich auf die typische Sauce aus Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Schinken.(nicht scharf)
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
1 ganzes Hähnchen (ca. 1,2–1,5 kg) in 8–10 Stücke geteilt
2 rote Paprika, in Streifen
1 grüne Paprika, in Streifen
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
3–4 Knoblauchzehen, gehackt
400 g Tomaten (frisch gewürfelt oder aus der Dose)
100 g Serrano‑Schinkenwürfel (optional, aber traditionell)
150 ml Weißwein oder trockener Rosé
1 TL Paprikapulver (mild)
1 Lorbeerblatt
n. B. Olivenöl
n. B. Salz & schwarzer Pfeffer
Herkunft
Pollo al chilindrón stammt aus den alten Königreichen Aragón und Navarra im Norden Spaniens. Es ist ein klassisches, rustikales Schmorgericht, das tief in der regionalen Hausmannskost verwurzelt ist.

🍳 Zubereitung
1. Hähnchen anbraten
Hähnchenteile salzen, pfeffern und in reichlich Olivenöl rundum kräftig anbraten, bis sie goldbraun sind. Herausnehmen.
2. Gemüse schmoren
Zwiebel, Knoblauch und Paprikastreifen im gleichen Öl langsam weich schmoren, bis alles süßlich duftet.
3. Schinken & Paprika
Serrano‑Schinkenwürfel zugeben und kurz mitrösten. Paprikapulver einrühren (nicht verbrennen lassen).
4. Tomaten & Wein
Tomaten und Weißwein zugeben, Lorbeerblatt hineinlegen und alles einmal aufkochen lassen.
5. Tomaten & Wein
Tomaten und Weißwein zugeben, Lorbeerblatt hineinlegen und alles einmal aufkochen lassen.
6. Abschmecken
Mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas zusätzlichem Paprikapulver abrunden. Sauce sollte dick, glänzend und aromatisch sein.
Info
Das Gericht ist ein Paradebeispiel für nordspanische Hausmannskost: wenige Zutaten, viel Geschmack, lange Tradition.
Paprikahuhn mit Zwiebeln auf Schinkenbett
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
4 Stück Hähnchenbrustfilets
2 EL Paprikapulver edelsüß
1 TL Paprikapulver geräuchert (optional)
4–6 Scheiben Schinken (Serrano oder Kochschinken)
3 Zwiebeln, in Ringe geschnitten
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 TL Thymian
150 ml Geflügelfond oder Weißwein
150 ml Sahne oder Crème fraîche
2 EL Olivenöl
nach Geschmack Salz & Pfeffer

🍳 Zubereitung
1. Hähnchen vorbereiten
Hähnchenbrustfilets trocken tupfen, salzen, pfeffern und großzügig mit Paprikapulver einreiben.
2. Schinkenbett anrichten
Eine ofenfeste Pfanne oder Form mit den Schinkenscheiben auslegen, sodass der Boden bedeckt ist.
3. Zwiebeln anbraten
In einer Pfanne Olivenöl erhitzen, Zwiebelringe und Knoblauch glasig braten. Thymian hinzufügen.
4. Hähnchen anbraten
Die gewürzten Hähnchenbrüste in derselben Pfanne von beiden Seiten kurz anbraten, bis sie Farbe bekommen.
5. Alles schichten
Zwiebeln auf das Schinkenbett geben, Hähnchen daraufsetzen.
6. Sauce anrühren
Fond/Weißwein und Sahne verrühren, leicht salzen und über das Hähnchen gießen.
7. Backen
Bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 25–30 Minuten garen, bis das Huhn saftig und durchgegart ist.
8. Servieren
Mit frischer Petersilie garnieren und mit Reis, Nudeln oder knusprigem Brot servieren.
Croquetas de Pollo
Croquetas sind kleine, knusprig frittierte Häppchen, die in Spanien zu den beliebtesten Tapas überhaupt gehören
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
250–300 g gekochtes oder gebratenes Hähnchen, fein gehackt
40 g Butter
40 g Olivenöl
80 g Mehl
500 ml Milch (warm)
1 kleine Zwiebel, sehr fein gehackt
1 Prise Muskat
nach Geschmack Salz & Pfeffer
2 Eier (zum Panieren)
ca. 150 g Semmelbrösel
etwas Öl zum Frittieren
Erfunden in Frankreich – perfektioniert in Spanien.
Sie wurden ein fester Bestandteil der Tapas-Kultur, besonders in Familienküchen und Bars.

🍳 Zubereitung
1. Sofrito ansetzen
Butter und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel glasig dünsten, ohne Farbe nehmen zu lassen.
2. Bechamelbasis kochen
Mehl einrühren und 1 Minute rühren. Nach und nach warme Milch einarbeiten, bis eine dicke, glatte Masse entsteht.
3. Hähnchen einarbeiten
Fein gehacktes Hähnchen unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Masse 2–3 Minuten köcheln lassen.
4. Kühlen
Die Masse in eine flache Form streichen und mindestens 2 Stunden (besser über Nacht) kaltstellen.
5. Formen
Mit leicht geölten Händen kleine Zylinder oder Kugeln formen.
6. Panieren
Croquetas erst in verquirltem Ei, dann in Semmelbröseln wenden.
7. Frittieren
In heißem Öl (ca. 170–180 °C) goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen
8. Servieren
Heiß genießen – ideal mit Aioli oder einer leichten Zitronen-Mayonnaise.
Kleine Profi‑Tipps für perfekte Croquetas
Noch cremiger: 1–2 EL extra Milch oder ein Hauch Sahne in die Masse.
Mallorca‑Touch: Etwas fein gehackter jamón serrano oder ein Hauch pimentón dulce (Paprika) macht sie noch authentischer.
Knusper-Garantie: Croquetas nach dem Panieren 30 Minuten einfrieren – so platzen sie beim Frittieren nicht.
Für Weinbars: Perfekt zu einem frischen Prensal Blanc oder einem leichten Rosat aus Mallorca.
Lomo con Col
Mallorquinisches Schweinefilet in Wirsing
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
8–12 Scheiben Schweinefilet (ca. 1 cm dick)
1 großer Wirsing- oder Weißkohl
150 g Sobrassada oder mildes Paprikawurstbrät
150 g Butifarra / frische Bratwurst (optional)
1 Zwiebel, fein gehackt
3 Knoblauchzehen, gehackt
2 Tomaten, gerieben oder fein gehackt
1 Handvoll Rosinen
1 Handvoll Pinienkerne
1 TL Paprikapulver süß
1 Schuss Weißwein
nach Bedarf Olivenöl
Salz & Pfeffer

🍳 Zubereitung
1. Kohl vorbereiten
Die äußeren Blätter entfernen. Große Blätter vorsichtig ablösen und 3–4 Minuten in Salzwasser blanchieren, bis sie weich und biegsam sind. Abtropfen lassen.
2. Füllung anrösten
In einer Pfanne Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen. Sobrassada und ggf. Butifarra zugeben und kurz anrösten. Tomate, Rosinen und Pinienkerne einrühren. Mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen.
3. Päckchen formen
Je ein Kohlblatt auslegen, eine Scheibe Schweinefilet darauflegen, etwas Füllung daraufgeben und das Blatt fest einrollen. Falls nötig mit Küchengarn fixieren.
4. Anbraten
Die Kohlpäckchen in Olivenöl rundherum anbraten, bis sie leicht Farbe bekommen.
5. Schmoren
Mit einem Schuss Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen, dann mit Wasser oder Brühe knapp bedecken. Zugedeckt 60–90 Minuten sanft schmoren lassen.
6. Abschmecken & Servieren
Garn entfernen, Sauce abschmecken und die Päckchen heiß servieren – traditionell mit Brot oder Kartoffeln.
Geschichte
Das Gericht ist ein klassisches Winter- und Festtagsgericht der mallorquinischen Bauernküche.
Trampó
Trampó – der mallorquinische Sommersalat (vegan)
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
4 große, reife Tomaten
2 grüne Paprika (mallorquinische Sorte, alternativ Spitzpaprika)
1 weiße oder rote Zwiebel
4–6 EL Olivenöl nativ extra (idealerweise mallorquinisch)
nach Geschmack Meersalz
optional schwarzer Pfeffer oder etwas Petersilie

🍳 Zubereitung
1. Gemüse vorbereiten
Tomaten, Paprika und Zwiebel in sehr kleine, gleichmäßige Würfel schneiden. Die feine Würfelgröße ist typisch für echten Trampó.
2. Alles mischen
Das geschnittene Gemüse in eine Schüssel geben und mit Olivenöl und Salz vermengen.
3. Abschmecken
Optional mit etwas Pfeffer oder fein gehackter Petersilie abrunden
4. Servieren
Frisch genießen – pur, zu Pa amb Oli, zu Fisch, Fleisch oder als Basis für Coca de Trampó.
Hinweise & Varianten
Originalität: Trampó besteht traditionell nur aus Tomate, grüner Paprika, Zwiebel, Öl, Salz.
Sommergericht: Wird auf Mallorca vor allem im Sommer gegessen – leicht, frisch, aromatisch.
Tumbet Mallorquín
Tumbet – Mallorquinischer Gemüseklassiker (vegan)
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
3–4 Kartoffeln, in Scheiben
2 Auberginen, in Scheiben
2 Rote Paprika, in Streifen
1 Grüne Paprika, in Streifen
1 Zwiebel, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, gehackt
400 g Passierte Tomaten
n. B. Olivenöl (reichlich, traditionell)
n. B. Salz & Pfeffer
optional Lorbeerblatt, etwas Zucker für die Tomatensauce
Tipps für Authentizität
Olivenöl nicht sparen – Tumbet lebt vom mallorquinischen Öl.
Auberginen vorher salzen, damit sie weniger Öl ziehen.
Noch traditioneller: Tumbet komplett in der Pfanne statt im Ofen schichten und kurz schmoren.

🍳 Zubereitung
1. Gemüse vorbereiten
Kartoffeln, Auberginen und Paprika in gleichmäßige Scheiben bzw. Streifen schneiden. Auberginen leicht salzen und 10 Minuten ziehen lassen.
2. Gemüse einzeln anbraten
In reichlich Olivenöl zuerst die Kartoffeln goldbraun braten, herausnehmen. Dann Auberginen und Paprika nacheinander anbraten. Alles auf Küchenpapier abtropfen lassen.
3. Tomatensauce kochen
Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl anschwitzen, passierte Tomaten zugeben, mit Salz, Pfeffer und optional etwas Zucker und Lorbeer würzen. 10–15 Minuten köcheln lassen.
4. Schichten
In einer Auflaufform oder Cazuela (Tonschale) zuerst Kartoffeln, dann Auberginen, dann Paprika einschichten. Jede Schicht leicht salzen.
5. Sauce darübergeben
Die Tomatensauce gleichmäßig über das Gemüse verteilen.
6. Finales Garen
Bei 180 °C ca. 20 Minuten im Ofen backen, damit sich die Aromen verbinden.
7. Servieren
Warm oder lauwarm servieren – klassisch als vegetarisches Hauptgericht oder als Beilage zu Fleisch oder Fisch.
Herkunft von Tumbet
Tumbet stammt aus einer Zeit, in der mallorquinische Familien im Sommer große Mengen an Auberginen, Paprika, Tomaten und Kartoffeln aus dem eigenen Garten hatten. Das Gericht war eine Möglichkeit, die frische Ernte saisonal, einfach und sättigend zu verwerten.
Ensalada Rusa
Spanischer Kartoffelsalat
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
400 g Kartoffeln (geschält, gewürfelt)
200 g Karotten (geschält, gewürfelt)
200 g Erbsen (frisch oder TK)
200 g Thunfisch (Dose, abgetropft)
3 Eier (hart gekocht, gehackt)
200 g Mayonnaise
1 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
Frische Petersilie (gehackt, zum Garnieren)
Varianten & Tipps
Vegetarisch/Vegan: Thunfisch weglassen oder pflanzlich ersetzen, vegane Mayo verwenden.
Mallorquinisch inspiriert: Mit Streifen von geröstetem rotem Paprika und Oliven dekorieren.

🍳 Zubereitung
1. Gemüse garen
Kartoffeln und Karotten in Salzwasser ca. 10–15 Minuten weich kochen. Erbsen in den letzten 5 Minuten dazugeben.
2. Abkühlen lassen
Alles abgießen und vollständig auskühlen lassen.
3. Vermengen
In einer großen Schüssel Kartoffeln, Karotten, Erbsen, Thunfisch und gehackte Eier vorsichtig mischen.
4. Mayonnaise hinzufügen
Mit Mayonnaise und Zitronensaft cremig verrühren.
5. Abschmecken
Mit Salz und Pfeffer würzen.
6. Servieren
Kalt servieren, optional mit Oliven, Paprika und Petersilie garnieren.
Warum heißt sie „Ensalada Rusa“?
Die Wurzeln liegen im 19. Jahrhundert in Moskau. Dort servierte der belgisch-russische Koch Lucien Olivier im berühmten Restaurant Hermitage einen luxuriösen Salat: Wild, Kaviar, Kapern, Kartoffeln, Gemüse, Mayonnaise – der „Salat Olivier“.Als das Rezept nach Spanien kam, wurde es an die lokale Küche angepasst: Kartoffeln, Karotten, Erbsen, Thunfisch, Eier, Mayo. Einfacher, mediterraner, alltagstauglicher.
Der Name blieb: „Ensalada Rusa“ – also „Russischer Salat“.
Alioli ohne Ei
Mallorquinische Originalversion
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
2–3 Knoblauchzehen (geschält, entkeimt)
150 ml hochwertiges mallorquinisches Olivenöl (z. B. Oliric)
1–2 TL Zitronensaft oder Weißweinessig
1 Prise Salz
Herkunft von Alioli
Der Name kommt aus dem Katalanischen: „all i oli“ = Knoblauch und Öl.
Die Urform besteht nur aus diesen zwei Zutaten – ohne Ei, ohne Milch.
Sie wurde traditionell im Mörser zubereitet, langsam emulgiert, mit viel Geduld.
Die Variante ohne Ei gilt als ursprünglich und authentisch, auch weil sie im Sommer sicherer ist (keine Salmonellengefahr).

🍳 Zubereitung
1. Knoblauch zerdrücken
am besten im Mörser mit etwas Salz zu feiner Paste verarbeiten.
2. Zitronensaft hinzufügen
gut verrühren.
3. Olivenöl tröpfchenweise einarbeiten
mit einem Schneebesen oder im Mörser, bis eine cremige Emulsion entsteht.
Wichtig: langsam und geduldig, sonst trennt sich die Masse.
4. Abschmecken
mit Salz und ggf. etwas mehr Zitronensaft.
Tipps & Varianten
Konsistenz zu dünn? Etwas gekochte Kartoffel oder Brotkrume einarbeiten – traditioneller Trick.
Knoblauch zu scharf? Vorher kurz blanchieren oder im Ofen rösten.
Mejillones a la Marinera
Miesmuscheln in Tomatensauce
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
1,5 kg frische Miesmuscheln
3 EL Olivenöl
1 Zwiebel, fein gehackt
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Dose Tomaten (ca. 400 g) oder 4 frische Tomaten, gewürfelt
150 ml trockener Weißwein
1 TL Paprikapulver (geräuchert oder süß)
1 Lorbeerblatt
1 TL Zucker (optional)
Salz und Pfeffer
2 EL Zitronensaft
1 Bund frische Petersilie, gehackt
Optional: Kapern, Oliven, Basilikum
Tipps & Varianten
Mallorquinisch inspirieren: Mit Sobrasada oder geröstetem Paprika verfeinern.
Weinbar-Pairing: Passt perfekt zu einem frischen Weißwein aus Binissalem oder Pla i Llevant.
Tapas-Style: Muscheln in halber Schale anrichten, Sauce darüberlöffeln, mit Petersilie bestreuen.

🍳 Zubereitung
1. Muscheln vorbereiten
Muscheln gründlich unter kaltem Wasser abspülen, geöffnete oder beschädigte aussortieren. Bart entfernen, ggf. abbürsten.
2. Saucenbasis ansetzen
Olivenöl in großem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch glasig anbraten. Tomaten, Paprikapulver, Lorbeerblatt und Zucker hinzufügen. 5–7 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce aromatisch ist.
3. Mit Wein ablöschen
Weißwein dazugeben, aufkochen und 2–3 Minuten reduzieren lassen.
4. Muscheln garen
Muscheln in die Sauce geben, zudecken und 5–7 Minuten dämpfen, bis sie sich öffnen. Zwischendurch umrühren. Geschlossene Muscheln entsorgen.
5. Abschmecken & servieren
Zitronensaft und Petersilie unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Heiß servieren – am besten mit frischem Baguette zum Tunken.
Herkunft & Geschichte
Ursprung in den „casas marineras“ Galiciens
Entstanden in den Fischerhäusern der Atlantikküste.
Muscheln waren leicht verfügbar, nahrhaft und günstig – ideal für schnelle, sättigende Gerichte.
Die „Salsa marinera“ basiert auf Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Weißwein und Paprika – Zutaten, die auch auf Schiffen verfügbar waren.
Sopa Mallorquina
Die herzhafte Gemüse-Brot-Suppe aus Mallorca
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
½ Weißkohl
½ Blumenkohl
1 Bund Frühlingszwiebeln
4 Tomaten
1 Bund Mangold (alternativ Spinat)
3 Knoblauchzehen
8 EL Olivenöl
1 Bund glatte Petersilie
200 g altbackenes Weißbrot
4 TL mildes Paprikapulver
1,5 Liter Wasser
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Ursprung
Die Sopa Mallorquina stammt aus der bäuerlichen Küche Mallorcas und hat ihre Wurzeln in der Serra de Tramuntana. Ursprünglich war sie ein Gericht der Landbevölkerung, das aus dem Gemüse zubereitet wurde, das gerade im Garten verfügbar war – vor allem Kohl, Mangold, Frühlingszwiebeln und Knoblauch – ergänzt durch altbackenes Brot und Brühe.
Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, und sie gilt heute als eines der repräsentativsten Gerichte der Inselküche.

🍳 Zubereitung
1. Vorbereitung
Kohlblätter in Streifen schneiden
Frühlingszwiebeln in Ringe, Blumenkohl in Röschen
Tomaten grob würfeln, Mangold entstielen und schneiden
Knoblauch in feine Scheiben
2. Gemüse dünsten
Olivenöl in einem großen Topf erhitzen
Frühlingszwiebeln kurz andünsten, salzen und pfeffern
Knoblauch und Blumenkohl zugeben, kurz mitdünsten
Tomaten, Weißkohl und Mangold hinzufügen, alles zusammen weiter dünsten
Mit Wasser aufgießen, Paprikapulver zugeben
Ca. 40 Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen
3. Brot vorbereiten
Weißbrot in dünne Scheiben schneiden
Im heißen Ofen ca. 10 Minuten rösten
4. Servieren
Suppenteller mit geröstetem Brot auslegen
Suppe darüber geben
Mit gehackter Petersilie bestreuen und mit Olivenöl beträufeln
Calamares a la Romana
Calamares a la Romana sind in Teig ausgebackene Tintenfischringe
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
500 g frische oder aufgetaute Calamari (Tintenfischringe)
150 g Mehl (Typ 405)
2 Eier
100 ml Milch oder Mineralwasser (für leichten Teig)
Salz
Zitronensaft
Öl zum Frittieren (z. B. Sonnenblumen‑ oder mildes Olivenöl)
Optional: etwas Paprikapulver oder Pfeffer für den Teig
Zum Servieren: Zitronenspalten, Aioli oder leichte Mayonnaise
Ursprung und Bedeutung
Der Ausdruck „a la Romana“ bedeutet wörtlich „nach römischer Art“. Historisch stammt die Technik des leichten Panierens und Frittierens aus der italienischen Region Latium, insbesondere aus Rom, wo „Calamari alla Romana“ als Antipasto serviert wurden. In Spanien wurde die Methode übernommen und weiterentwickelt – vor allem entlang der Küsten von Andalusien, Valencia und den Balearen. Dort wurden die frittierten Tintenfischringe zu einem festen Bestandteil der Tapas‑Kultur: einfach, schnell, und perfekt zu Weißwein oder Bier.

🍳 Zubereitung
1. Vorbereitung
Calamari gründlich säubern, in Ringe schneiden und gut trocken tupfen. Mit etwas Zitronensaft beträufeln und leicht salzen.
2. Teig herstellen
Mehl, Eier, Milch (oder Mineralwasser) und eine Prise Salz zu einem glatten, dickflüssigen Teig verrühren. Wer mag, gibt etwas Paprikapulver oder Pfeffer hinzu.
3. Frittieren
Öl auf etwa 170–180 °C erhitzen. Calamari‑Ringe durch den Teig ziehen und portionsweise goldbraun ausbacken (ca. 2–3 Minuten). Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
4. Servieren
Mit Zitronenspalten und Aioli anrichten – klassisch auf einem rustikalen Teller oder Holzbrett. Dazu passt ein Glas Weißwein (z. B. Prensal Blanc oder Albariño) und etwas frischer Salat.
Calamares a la Plancha
Calamares a la plancha sind gegrillte Tintenfische, ein klassisches Gericht der spanischen und besonders der mallorquinischen Küstenküche
🧆 Zutaten für ca. 2 Portionen
500 g frische oder aufgetaute Calamari (mit Tentakeln)
3 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 EL frische Petersilie, gehackt
Salz und schwarzer Pfeffer
Optional: rote Pfefferflocken oder Paprikapulver für etwas Schärfe
Ursprung
Calamares a la plancha stammen aus den Küstenregionen Spaniens und sind ein Paradebeispiel für die mediterrane Grillküche. Die Zubereitung „a la plancha“ bedeutet, dass die Tintenfische auf einer heißen Metallplatte gegrillt werden – eine Technik, die ihren Ursprung in Spanien hat und sich durch intensives, fettarmes Garen auszeichnet.

🍳 Zubereitung
1. Vorbereitung
Calamari gründlich säubern und trocken tupfen
In Ringe oder Stücke schneiden
Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Petersilie, Salz und Pfeffer anrühren
Calamari darin mindestens 10 Minuten marinieren (gerne länger im Kühlschrank)
2. Grillen
Grill oder Grillpfanne auf mittlere bis hohe Hitze vorheizen
Calamari 2–3 Minuten pro Seite grillen, bis sie goldbraun und zart sind
Achtung: nicht zu lange garen – sonst werden sie zäh
3. Servieren
Mit frischer Petersilie und Zitronenspalten garnieren
Dazu passen: geröstete Kartoffeln, Aioli, Salat oder frisches Brot
Ein Glas Weißwein oder ein leichter Rosé rundet das Gericht ab
Paella de Marisco
Paella de Marisco ist ein klassisches Gericht der spanischen Küstenküche – und ihre Herkunft ist genauso spannend wie ihr Geschmack
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
300 g Paella‑Reis (z. B. Bomba oder Calasparra)
500 g gemischte Meeresfrüchte (Garnelen, Muscheln, Tintenfisch)
1 l Fischfond oder Gemüsefond
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 rote Paprika, gewürfelt
2 Tomaten, gerieben oder fein gehackt
1 TL Paprikapulver süß
1 g Safranfäden (oder ½ TL Kurkuma als Alternative)
4 EL Olivenöl
1 Zitrone, in Spalten
nach Geschmack Salz & Pfeffer
optional Erbsen oder grüne Bohnen
Woher kommt Paella de Marisco?
Die Paella stammt ursprünglich aus Valencia, allerdings in ihrer Urform als Paella Valenciana – mit Huhn, Kaninchen und Gemüse.

🍳 Zubereitung
1. Sofrito ansetzen
Olivenöl in der Paellapfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Paprika darin weich dünsten. Tomaten zugeben und 5 Minuten einkochen lassen, bis eine aromatische Basis entsteht.
2. Reis einrühren
Reis in die Pfanne geben und 1–2 Minuten im Sofrito schwenken, damit er sich mit dem Öl und den Aromen verbindet.
3. Fond und Safran zugeben
Mit heißem Fond aufgießen, Safran einrühren und alles gleichmäßig verteilen. Nicht mehr umrühren.
4. Meeresfrüchte platzieren
Garnelen, Muscheln und Tintenfisch dekorativ auf dem Reis verteilen. Bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten köcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat.
5. Socarrat bilden
Die Hitze kurz erhöhen, damit sich am Boden eine leichte, knusprige Schicht bildet – der berühmte Socarrat.
6. Ruhen lassen & servieren
Pfanne vom Herd nehmen, 5 Minuten ruhen lassen. Mit Zitronenspalten und Petersilie servieren.
Wie entstand die Meeresfrüchte‑Variante?
Die Paella de Marisco entwickelte sich später in den Küstenregionen Spaniens, besonders: an der Mittelmeerküste, in Katalonien, auf den Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza). Fischer bereiteten sie traditionell direkt am Hafen zu – mit dem, was der Fang des Tages hergab: Gambas, Calamares, Muscheln, Fischstücke.
Gambas al vino blanco
Garnelen in Weißweinsauce
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
250 g rohe Gambas (ohne Kopf, entdarmt)
½ Knolle Knoblauch (in feinen Scheiben)
1 rote Chilischote (entkernt, fein gehackt)
50 ml Olivenöl
75 ml trockener Weißwein
1 EL gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer
Optional: Zitronensaft zum Abrunden
Serviervorschlag
Mit geröstetem Weißbrot oder Baguette
Als Tapas oder leichtes Hauptgericht
Dazu passt ein kühler mallorquinischer Weißwein oder ein frischer Rosado

🍳 Zubereitung
1. Garnelen vorbereiten
Waschen, entdarmen, trocken tupfen
Mit Salz und Pfeffer würzen
2. Aromabasis ansetzen
Knoblauch und Chili mit Olivenöl in eine feuerfeste Form geben
Etwas vermengen und kurz ruhen lassen
Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) oder 180 °C Umluft vorheizen
3. Gambas garen
Garnelen in die Form geben
Ca. 5 Minuten im Ofen garen
Weißwein angießen und weitere 5 Minuten garen
4. Finalisieren
Petersilie hacken und vor dem Servieren darüberstreuen
Optional: etwas frischen Zitronensaft oder Limette für Frische
Gambas al azafrán con mayonesa de limón
Safrangarnelen mit Zitronen-Mayonnaise
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
8 große Garnelen, roh, entdarmt
15 Safranfäden
2 EL Olivenöl
1mKnoblauchzehe, fein gehackt
1 TL Zitronensaft
1 PriseSalz & Pfeffer
Rosmarinzweige (optional) für das Grillen
2 Eigelb (für die Mayonnaise)
150 ml Sonnenblumenöl
1 Bio-Zitrone (Saft & Abrieb)
1 Knoblauchzehe für die Mayo
1 TL Senf (optional)

🍳 Zubereitung
1. Safran vorbereiten
Safranfäden in 1 EL warmem Wasser 10–15 Minuten einweichen, damit sich Farbe und Aroma entfalten.
2. Mayonnaise herstellen
Eigelb, Zitronensaft, Abrieb, Knoblauch, Salz und optional Senf in ein hohes Gefäß geben. Öl langsam einmixen, bis eine cremige Zitronenmayonnaise entsteht.
3. Garnelen marinieren
Garnelen mit Olivenöl, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen. Kurz ziehen lassen.
4. Garnelen grillen
Garnelen 2–3 Minuten pro Seite auf der Grillplatte oder in der Pfanne grillen. Optional auf Rosmarinzweige spießen.
5. Servieren
Garnelen mit Safran-Mayonnaise und Zitronenmayonnaise anrichten. Mit frischen Kräutern und Brot servieren.
Crema Catalana
Eine traditionelle katalanische Dessertcreme mit einer knusprigen, karamellisierten Zuckerschicht
🧆 Zutaten für ca. 4 Portionen
500 ml Milch
1 Zimtstange
1 Stück Zitronenschale (unbehandelt)
4 Eigelb
100 g Zucker
20 g Speisestärke
1 Prise Salz
4–6 EL Zucker zum Karamellisieren
Interessant
Sie gilt als eine der ältesten dokumentierten Süßspeisen Europas und wird bereits in mittelalterlichen Kochbüchern wie dem Llibre de Sent Soví erwähnt.

🍳 Zubereitung
1. Aromatisierte Milch
Milch mit Zitronenschale und Zimtstange langsam erhitzen, kurz vor dem Kochen vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach Zimt und Zitrone entfernen.
2. Eigelb-Masse anrühren
Eigelb, Zucker, Speisestärke und eine Prise Salz in einer Schüssel cremig verrühren.
3. Creme kochen
Die warme Milch unter Rühren zur Eigelbmasse geben. Alles zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Creme eindickt (nicht kochen lassen).
4. Abfüllen
Die Creme in flache Tonschälchen füllen und vollständig abkühlen lassen. Danach mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen.
5. Karamellisieren
Vor dem Servieren die Oberfläche mit Zucker bestreuen und mit einem Küchenbrenner goldbraun karamellisieren.
Kurz gesagt
Crema Catalana ist die spanische Schwester der Crème brûlée, aber leichter, zitroniger und aromatischer – ein echtes Stück mediterraner Tradition.
Gató de Almendra
Mallorquinischer Mandelkuchen
🧆 Zutaten für ca. 8 Portionen
250 g gemahlene mallorquinische Mandeln (am besten leicht geröstet)
200 g Zucker
6 Eier (Größe M)
1 TL Zitronenabrieb (ungespritzt)
1 Prise Zimt
etwas Puderzucker zum Bestäuben
Was macht den Gató so besonders?
Er kommt komplett ohne Mehl aus – dadurch ist er extrem luftig und aromatisch.
Der Geschmack lebt von Mandeln, Zitrone und der Luftigkeit des Eischnees.
Traditionell wird er auf Mallorca mit einer Kugel Mandel- oder Vanilleeis serviert.

🍳 Zubereitung
1. Backofen vorbereiten
Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (22–24 cm) einfetten oder mit Backpapier auslegen.
2. Eier trennen
Eigelb und Eiweiß sauber trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen.
3. Eigelbmasse rühren
Eigelb mit Zucker cremig aufschlagen, bis die Masse hell und luftig ist. Zitronenabrieb und Zimt einrühren.
4. Mandeln einarbeiten
Gemahlene Mandeln unter die Eigelbmasse heben.
5. Eischnee unterheben
Den Eischnee vorsichtig in 2–3 Portionen unterheben, damit die Masse luftig bleibt.
6. Backen
Teig in die Form geben und 30–35 Minuten backen. Der Kuchen soll goldbraun sein und innen saftig bleiben.
7. Abkühlen & Servieren
Kuchen vollständig auskühlen lassen und großzügig mit Puderzucker bestäuben.
Seit wann ist der Gató bekannt?
In mallorquinischen Haushalts- und Klosteraufzeichnungen tauchen ab dem 18. Jahrhundert Rezepte für “gâteau d’amandes” bzw. “gato d’ametlla” auf.